Die Kosmopolit*in ist in der der ganzen Welt (Kosmos) und in einem bestimmten Staat oder einer bestimmten Stadt (Polis) gleichermaßen zuhause. Ulrich Beck prägt in diesem Zusammenhang den Begriff des verwurzelten Kosmopolitismus. Verwurzelte Kosmopolit*innen haben symbolische Flügel, die sie in ferne Länder bringen und gleichzeitig haben sie Wurzeln, zu denen sie regelmäßig zurückkehren (Beck 2003, S. 25 ff.).
Wo manch eine/r die Freiheit der digitalen und geographischen Mobilität als Privileg genießt, erkennt die Kosmopolit*in die eigene Verantwortung über nationalstaatliche Grenzen hinaus, und, möglicherwieise, handelt sie auch entsprechend.
Literatur:
Beck, U. (2003): Verwurzelter Kosmopolitismus: Entwicklung eines Konzepts aus rivalisierenden Begriffsoppositionen. In: Beck, U./Sznaider, N./Winter, R. (Hrsg.)(2003): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung. Bielefeld: transcript, S. 25-43.
