Tag 9: Katzenpsyche.

Hallo, ich bin Timi, ganz schön langweilig hier, oder?“. Polly ist im ersten Augenblick etwas verdutzt darüber, was diese fremde Katze von ihr möchte: „Kenne ich Sie?“.

Polly ist als Keynote-Speakerin auf einer Tagung eingeladen. Sie wurde zum Thema „Auswirkungen von Grenzenüberwindung auf die Katzenpsyche“ angefragt und sagte spontan zu.

Nun wird sie also von der Seite angequatscht. Sie findet den Timi sympathisch. Ob er ebenso leidenschaftlich Rollsport betreibt wie sie? Statt lange an den überall aufgestellten Stehtischen zu verweilen, trinkt Polly ein Glas Milch, schnurrt, schnürrt ihre Rollschuhe an und fährt, die restliche Mittagspause nutzend, durch die Straßen von Catsburgh.

Timi bietet sich an, sie zu begleiten. Nach einer Weile des Bummelns auf Rollen, finden sie sich in Pollys Unterkunft wieder. Sie setzen sich, quatschen, trinken, rauchen. Es wird dunkel draußen. „Wo musst du noch hin, Timi?“. „Weiß nicht, muss mir irgendwo was suchen“. „Dann penn doch hier, bei mir.“