Was tust du den ganzen Tag? Ich schweife umher.
Ich lasse mich leiten und folge den Zeichen. Ich nehme hier was wahr und dort. Ich verknüpfe meine Wahrnehmungen und interpretiere sie. Ich weiß dann, was ich zu tun habe oder zumindest, was ich tun könnte.
Letztendlich fülle ich meine Tage mit dem, was da kommen mag, ohne eine feste Route und ohne feste Ziele. Am Ende kommen wir alle in den Katzenhimmel. Oder zumindest auf den Tierfriedhof. Oder auch nirgends hin. Kann mir egal sein, oder nicht? Aber bis es soweit ist, schweife ich umher, schlendere hier und schlendere dort. Ich nehme mir von den Leckereien, soviel ich bekommen kann oder eher, soviel ich vertragen kann. Ich möchte mich auch nicht überfressen, sondern durchkommen. Durchkommen durch den Alltag, dabei weniger Dreck hinterlassen, sondern eher was Schönes.
Gar nichts zu hinterlassen ist auch eine Option, Hauptsache keinen Dreck. Und wenn ich nur anderen eine Freude gemacht hätte durch mein gutes Aussehen (dass gutes Aussehen die Kluft zwischen den Schichten verstärkt, ist eine Tatsache, die ich heute mal ignorieren möchte), mein respektables Benehmen oder weil ich die Nachbarschaft von Mäusen befreite. Selbst dann hätte es sich für eine Katze schon gelohnt zu leben, zumal für eine Straßenkatze.
