Claus hat eine Idee für ein Symposium: „Lernen, mit rollschuhfahrenden Katzen zu leben. Die Katze als Denkfigur, Metapher und Wahrnehmungsdispositiv.“ Polly winkt ab und rauscht davon. Sie muss ihre Runde drehen und ist bereits drei Stunden hinter dem Zeitplan. Ihr selbstgesetztes Zeitfenster ist zwischen 6 und 7 Uhr morgens – die Stunde, in der sie ohne Frühstück den Pass zwischen drei Kantonen skatet. Am Ziel angekommen, bespricht sie das Schnee- und Wettertelefon: „Es ist sehr kalt. Leichter Schneefall. Der Himmel zeigt sich grau und bedeckt bei einem schneidenden Ostwind. Es besteht Glättegefahr. Loipenzustand: Skating ist gespurt. Ziehen Sie sich warm an und geben Sie auf sich Acht. Tschau Miau.“ Claus sitzt bibbernd auf seinem Gymnastikball und löffelt schweigend halbierte Passionsfrüchte. Er sollte sich wohl einen Pullunder überziehen. Stattdessen macht er sich warme Gedanken.
