Flocci durchkämmt regelmäßig Flohmärkte nach alten Schätzen, die sie in ihrer Werkstatt einer neuen Bestimmung zuführt. Alte Skateboarddecks werden von ihr abgeschliffen, bis das Holz zum Vorschein kommt, um anschließend als Leinwand für bunte Comicsequenzen zu dienen. In diesen illustrierten Geschichten lässt sie die Abenteuer ihrer Gang, bestehend aus ihr selbst, Claus, Polly, Biip-biip-büüü-Robo, dem Geschichtenwal sowie Eins und Null lebendig werden. Claus hilft ihr beim Schleifen. Er besteht darauf und Flocci weiß nicht, ob sie das gut finden soll. Stichwort: Verletzungsgefahr eines Kopfmenschen.
Parallel zu ihrer Arbeit an den Boards widmet sie sich dem Recycling technischer Komponenten aus alten Rechnern. Diese kauft sie ebenfalls gebraucht auf, um die RAM-Riegel zu gewinnen. Sie schmilzt dann die Speicherbausteine ein, bis glänzende RAMSch-Klumpen entstehen. Der Verkauf dieser RAMsch-Objekte dient dazu, das Budget für neue Farben und weitere Bretter zu sichern.
Abseits des Arbeitsgeschehens sitzt Polly in ihrem Wohnkarton auf Rädern und lässt entspannt die berollschuhten Beine baumeln, während sie das Treiben beobachtet. Neben ihr befindet sich der Flohmarktkarton mit Floccis Kunst. Claus hat noch ein paar Soziologie-Fachbücher dazu gelegt, die eh niemand kaufen wird – aber nun gut.
Ein leises, rhythmisches Ticken dringt aus dem Inneren des Pakets: Eins-Null-Eins-Null-Eins-Null. Flocci, Claus und Polly horchen kurz auf, bevor sie schreiend die Werkstatt verlassen, um sich in einem umgekippten Traktorreifen zu retten, der in ihrem Garten liegt. Claus hat was vergessen, er rennt zurück in die Werkstatt, holt ein Glas mit Fischen und kommt zurück. Puh, gerade noch rechtzeitig. Die beiden Fische blubbern einen Dankesgruß.
