Die Deckenleuchte tut, was sie am besten kann. Sie leuchtet. Claus tut, was von ihm erwartet wird. Er sitzt am Schreibtisch. Auf dem Schreibtisch, groß und mächtig, liegt eine aufgerollte Kassenbon-Rolle. Meterweise Papier hängt bereits jetzt über die Tischkante.
Claus sitzt bei seiner Arbeit auf einem Gymnastikball. Das macht er seit seiner zweiten Woche im Homeoffice so. Er arbeitet ohne Bürostuhl, nur auf dem Gymnastikball, immer bereit, auf die Matte davor zu entweichen, um sich ausgiebig zu dehnen und ein paar Liegestütze anzuschließen.
Auf dem Gymnastikball hält er den Rücken möglichst gerade, seine Beine führen eine leichte Bewegung aus. In der linken Hand hält er einen blauen Edding. Er setzt den Stift an. Langsam zieht er mit der linken Hand das Papier der Kassenbon-Rolle weiter. Auf dem Boden kringeln sich einige Meter Bonpapier mit blauem Streifen. Die Stunden verrinnen. Claus’ linke Hand fängt an zu krampfen. Die Finger werden steif.
Der schlacksige Kerl fällt vom Gymnastikball und schlägt sich den Kopf an. Nichts Ernstes, er trägt, vorausschauend wie er ist, einen Fahrradhelm. Der Fahrradhelm ist mit lauter Stickern von Skateboards, Boxern und Parolen verziert.
Polly entdeckt Claus im Bonpapier als Erste. Sie miaut. Flocci hilft Claus hoch, nimmt ihn an die Hand. Die drei schlürfen gemeinsam zum See. Für heute ist Feierabend.

