Polly bietet sich als niveauvolle Begleitung an. Sie inseriert in der Cats Revue folgenden Text: Sie suchen eine charmante und kultivierte Katze als Begleitung ins Fischrestaurant oder zu runden Geburtstagen? Dann bin ich ihre Call-Cat. Claus ruft sie an und bittet sie, sich die Sache in Gänze nochmal zu überlegen.
Nietzsche, so sagt man, war ein überaus guter Tänzer. Während Polly und der Pinguin ungeduldig darauf warten, dass ihr Toast geröstet wird – sie mögen ihn am liebsten mit Erdnussbutter und Himbeermarmelade – vollzieht Claus einen Tanz auf dem Vulkan. Die Gier nach Rendite zelebriert er als Headspin. Das Bibbern vor dem Totalverlust interpretiert er…
Claus spannt sein Skateboard auf den Gepäckträger und radelt in die nächste Stadt. Er möchte in Bad Sägewerk ein paar promenadologische Feldstudien betreiben. Am Dummer-August-Weg haben heute alle Galerien geöffnet. Hier wird er mit seinen Forschungsarbeiten beginnen. Nachdem er sein Rad an der vielbefahrenen Hauptstraße angekettet hat, rollt er los. Zufällig trifft er bereits kurz…
Flocci und Claus feiern das Jubiläum ihres ersten Kusses. Ein kleines Korallenäffchen balanciert beflissen Brathähnchen und Apfelkuchen auf das Parkett. Null raunt Eins etwas ins Ohr: „Man merkt sofort, wenn jemand Erfahrung im Kellnerberuf hat.“ Polly setzt ihr Katzenlächeln auf und blinzelt anerkenned. Der Geschichtenwal blättert in seinen Erinnerungen.
Claus hat schwache Nerven. Als er die Augen einer Leopard*in aus dem Gewächshaus funkeln sieht, fällt er erschrocken aus der Hängematte. Der Traum ist aus. Nebenan übt ein Teenager sein Repertoire an Vogelstimmen, Flocci macht den herabschauenden Hund auf der Yogamatte und Polly rollt mit wehendem Fell rüber zu Bäcker Bussmann. Wochenende.
Seit drei Tagen herrscht Funkstille. Am Tag 74 hatte Polly eine Kommunikationsschranke errichtet, um endlich Ruhe vor Claus zu haben. Seitdem filtert Eins unerbittlich jede Nachricht heraus, während Polly zufrieden in ihrem Karton schlummert. Flocci hat schließlich die rettende Idee: Claus solle den Speiseplan der Obdachlosenunterkunft an der Ecke im Auge behalten – und wenn…
Polly hat keine Lust mehr darauf, ständig die Tagträume von Claus leben zu müssen. Sie hat keine Lust mehr auf sein Bibbern. Soll er seine Träume doch selbst ausleben, statt mich ständig durch die Welt zu hetzen, denkt sich Polly. Um sich selbst zu schützen, baut sie mit Hilfe von Eins und Null eine App…
Ausgestattet mit einer Trillerpfeife steht Polly am Stadttor und streikt (Tag 72). Sie will Mo‘ Money (Meh‘ Geld), bekommt sie aber nicht und es interessiert eh keinen. Bedröppelt rollt sie davon. Nach einem langen Streiktag bewegt sie traditionell ihr Mäulchen noch etwas in einer stadtbekannten und wirklich sehr angesagten Karaokebar namens lala (man kennt die…
Claus Aktiendepot geht in den Keller. Er nutzt die Chance hinterherzusteigen, um Kartoffeln aus dem Vorratsspeicher zu holen. Unten angekommen trifft er Eins und Null. Sie haben sich hier zum Lachen verabredet. Währenddessen ruft es von oben: „Bring Kompott mit!“. Flocci hat also Lust auf was Süßes. „Schick mal zuerst Polly runter“, ruft Claus zurück,…
Als Claus aus der Mittagspause hochschreckt, ist die Stimmung klar im Keller. Sein linker Fuß schmerzt – ein Souvenir aus seinem Tagtraum, in dem er mit einem Instagram-Geschwisterpaar um die Häuser gezogen war. In seiner Fantasie waren sie ein eingespieltes Team, gehetzt von der Suche nach der richtigen Bahn, gesprungen über Gebüsche, Taxis hinterherjagend, inklusive…